Heuer lässt Thomas Troi seine Autorität spielen (wir
hoffen, dass er sie auch hat) und will mit der Theaterwerkstatt PINK ein
ganz seriöses Stück machen.
Ernsthaft, konzentriert und engagiert sollen/wollen sich
die Jugendlichen mit dem Inferno aus der Divina Commedia von Dante
Alighieri beschäftigen.
Wir sind gespannt, ob die Pinken auch etwas so
Dramatisches schaffen, oder ob wir uns wieder auf eine echt pinke
Verzerrung des tragischen Stoffes freuen dürfen.
Gespannt sind wir auch, wie sich die Gruppe im kommenden
Spieljahr zusammensetzen wird. Gibt es Zuwachs? Werden alle noch dabei
sein? Man wird sehen.
Seit fünf Jahren gehört die Theaterwerkstatt
pink nun schon zum tpz. Das sagt sich zwar so leicht dahin, aber wenn
einer rechnen kann, dann sieht er gleich, dass einige Mitglieder dieser
Werkstatt schon im zarten Alter von vier oder fünf Jahren mit dem
Theaterspielen begonnen haben müssen.
Mit "Müller und Meier",
einem Stück, bei dem es um "Mein und Dein" ging nahm die
Geschichte der Theaterwerkstatt PINK ihren Lauf... Das war im fernen
Jahr 2002.
Heidi hat die Geschichte erzählt und die damals vier- und
fünfjährigen Kinder haben dazu gespielt.
Danach hat die Theaterwerkstatt gleich mit "richtigen" Stücken
begonnen: "Die Prinzessin auf dem Kürbis" nach dem Buch von Linda Wolfsgruber oder "Flaute",
einer Eigenproduktion über das Piratenleben.
Auch an Festivals haben die Kids schon teilgenommen: Am Festival der
Generationen und am Kindertheaterfest des Südtiroler Theaterverbands
(mit "Die Prinzessin auf dem Kürbis").
Die Produktion "Nicht schon wieder Schneewittchen" nahm dann
mit großem Erfolg am Internationalen Kindertheaterfestival HOLLAWIND
teil.
Ergebnis der Arbeit mit den anderen Gruppen: Ein internationaler
Austausch mit dem tschechischen Ensemble HOP HOP, der im Mai 2006 mit einer Tschechienfahrt seinen Anfang
nahm.
Im Schuljahr 2005/06 erarbeitete die 15 Kinder starke Gruppe unter
der Leitung von Heidi Troi ein Mädchen-Buben-Stück mit dem Titel
"Angst?
Keine Chance!".
Auch dieses Stück war wieder beim HOLLAWIND zu sehen.
Im Schuljahr 2006/2007 startete die Gruppe richtig durch und
entschloss sich zu zwei wöchentlichen Treffen. "Das Geheimnis des
Labyrinths" ist eine erste ernsthafte Auseinandersetzung mit
vielschichtigen Figuren, die erste Begegnung mit einem richtigen Text
und ein schönes Stück Arbeit, das sich auch auf internationalen
Festivals sehen lassen sollte.
Im Schuljahr 2007/2008 drehte sich in "Du
auch?" alles um die Ermordung Cäsars: Jeder weiß, dass Brutus den göttergleichen Caesar feige
ermordet hat. Aber ist das auch die Wahrheit? Nach Brutus’ Tod muss sich der Meuchelmörder vor einem
Göttergericht verantworten. Doch auch in der Unterwelt herrschen römische
Verhältnisse: Pluto hat den Sauberkeitswahn, Juno räumt auf, die Venus gibt’s im
Doppelpack und Minerva hat Kichererbsen geschluckt.
Von 10. bis 14. September war die
Theaterwerkstatt PINK auf großer Fahrt und zwar in Litauen. Mitgebracht hat die
quirlige Gruppe ihr Maskottchen "Brunhilde" - eine Kuh, die wohl eine Anspielung
den kuscheligen Minotaurus sein soll, der in
Litauen von Tobias (endlich wieder heimgekehrt ins Lager der PINKEN)
verkörpert wurde.
2009 zeigte die Theaterwerkstatt
dann die berühmteste
Liebesgeschichte der Welt, dargestellt von den pubertären Dreikäsehochs der
Theaterwerkstatt PINK des TPZ Brixen, die alles andere im Kopf hatten,
als schmachtende Liebesschwüre, gereimte jambische Pentameter und
glühende Blicke (oder doch nicht?) Die Zuschauer konnten getrost das Reclamheftchen
zu Hause lassen. Ein polyglotter, politisch unkorrekter Fremdenführer
führte Touristen durch Verona und stieß sie mit der Nase auf Spuren von
Romeo und Julia. Nach dieser Sightseeing –Tour durch die Geschichte von Romeo und Julia
kam auch der unbedarfteste Zuschauer zur Erkenntnis: Romeo und
Julia ist nicht ohne Grund die berühmteste Liebesgeschichte der
Weltliteratur.
"Romeo und Julia" war im Mai 2009
in Tschechien beim Ostrovske Soukaní zu sehen und wird 2010 für ein
Theaterfestival in Deutschland wieder aufgenommen.
Aus dreizehn mach sechzehn, sagten sich die PINKEN und
holten sich noch mehr Verstärkung. Und Thomas, ihr Spielleiter, freute
sich auch noch über seinen Untergang und lobte das Engagement seiner,
wie immer kreativ-chaotisch, originellen Gruppe. Das Thema "Liebe" war
für die PINKEN selbst nach "Romeo und Julia" auch im Spieljahr 2009/2010
noch nicht ausgeschöpft und so wandten sie sich dem nächsten Shakespeare
- Klassiker zu: "Liebe, Lust und Leid" (W. Shakespeare) heißt es bei
ihnen heuer. Oder "Verlorene Liebesmüh'" - wie man will.
Der König und seine drei Kumpels am Hof von Navarra
verpflichten sich drei Jahre lang nur zu studieren und auf jeglichen
weiblichen Kontakt zu verzichten. Das geht so lange gut bis die
Prinzessin von Frankreich mit ihren drei Hofdamen auftaucht. In der
Folge balzen und werben die Herren und die Damen antworten mit
weiblicher Überlegenheit.